Die erste urkundliche Erwähnung von Stocklarn fällt in das Jahr 1289. Der Ortsteil Stocklarn ist, abweichend von den sogenannten Haufendörfern der Nachbarorte, eine regelmäßige Reihendorfsiedlung.
Der Ort ist landwirtschaftlich geprägt. Zu beiden Seiten des Dorfbaches sind die Bauernhöfe entstanden. Um sämtliche Höfe zieht sich, zur Feldseite hin, eine Ringstraße.
Stocklarn verfügt über einen landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb, sechs landwirtschaftliche Nebenerwerbsbetriebe, eine Bau- und Möbelschreinerei, einen Fleisch- und Wurstwarenherstellungsbetrieb, eine Gastwirtschaft im Nebenerwerb und ein Landmaschinentechnik-Betrieb.
Stocklarn ist ganz besonders stolz auf ihre St. Antonius Kapelle. Es handelt sich hierbei um eine Fachwerkkirche, welche in diesem Raum fast einzigartig ist. Die Sankt Antonius Kapelle steht unter Denkmalschutz.
Stocklarn ist das letzte Dorf der Niederbörde, das evangelisch wurde. Es trennte sich 1583 von der katholischen Pfarrgemeinde Oestinghausen und schloß sich der evangelischen Kirchengemeinde Borgeln an.
Die Kapelle wurde 1722 in Fachwerk neu erbaut. Eine Bank in der ersten Reihe bezeugt einen Vorgängerbau, denn diese trägt die Jahreszahl 1662.
Das Innere der Kirche ist schlicht gehalten. Viele kleine Details lassen staunen. Wie
z.B. der steinerne Altar, Grabplatten aus dem Jahre 1747 und 1769 des Herrn Siegmund von Klocke und seiner Gemahlin Charlotte, die barocke Kanzel aus dem Jahre 1695, sowie ein
Eichenholz-Leuchter.
Besichtigungen der Kapelle sind vor und nach jedem Gottesdienst und nach vorheriger Verabredung möglich. Absprachen und Anmeldungen nimmt die Küsterin Frau Thiele unter 02527-8523 sowie Familie Wulf unter 02527-8119 gerne entgegen.
Bildrechte/ Copyright: Gemeinde Welver Autor; www.welver.de wikipedia/ wikimedia: User: Kühlungsborn, St. -Antonius-Kapelle , CC BY-SA 3.0