Freitag, 11. November 2022, Soester Anzeiger Werl / Welver
Norbert Bartz nimmt Stellung zu BI-Äußerungen
Welver – Zu Äußerungen seitens der Bürgerinitiative Welver nimmt Norbert Bartz als Ratsmitglied aus der Fraktion von Welver 21 Stellung:
„Harmonie ist keine Nachricht und davon kann in Welver derzeit auch keine Rede sein – insofern erfüllt der Soester Anzeiger seine Aufgabe. Niemandem ist verwehrt, seine persönliche Agenda zu verfolgen, egal ob Privatperson, Partei oder eben Bürgerinitiative. Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut und sollte geachtet werden. Nur ist beim Vorgesagten auf die Lauterkeit der Mittel und auf die Wahrheit zu achten.
Flüchtlinge
Ihre Ziele muss, die im Entstehen begriffene BI ihren Unterstützern darlegen. Wenn aber die Unterbringung der Asylsuchenden und Kriegsflüchtlingen (diese Begriffe sind zu trennen, werden aber gern durcheinandergebracht) so sehr Gegenstand der Diskussion ist; der Bürgermeister hat versichert, die Gemeinde kauft Grundstücke, um dort Unterkünfte zu bauen! Wo bleiben die Angebote?
Thema Feuerwehrgerätehäuser: Der BI ist sich nur bewusst, dass die Priorisierung der Feuerwehr Welver der Kausalitätskette geschuldet ist: Feuerwehrneubau – Ausbau des Kindergartens oder OGS – Ausbau der Grundschule. Aber Letztere will man verhindern, um die Schutzsuchenden in der ehemaligen Hauptschule unter dem Vorwand von, Eigenbedarf, sonst wohin zu verschieben’. Eilmsen fällt ja wohl aus, da die Unterbringung dort so, schrecklich und menschenunwürdig’ ist. Ein Urteil, dem ich mich, aus anderen Gründen, anschließen kann. Wo bleiben die Angebote.
Feuerwehr
Zuletzt, aber nicht als Letztes, die Feuerwehr Schwefe. Es wurden vier Standorte diskutiert. Es wurde stets der überteuerte oder ungeeignete Standort bevorzugt. Letztlich kaprizierte man sich auf einen im FFH-Schutzgebiet, wohl wissend, dass der Kreis nicht zustimmt, um anschließend der Gemeinde oder der Ratsmehrheit die Untätigkeit oder Verzögerung des Verfahrens anzulasten, die man selbst verursacht hat. Dies zu, Lauterkeit der Mittel’.
Dies alles dürfte der BI beziehungsweise Beteiligten klar sein. Niemand will sie verpflichten, die Sache des Bürgermeisters oder der Ratsmehrheit zu verfolgen oder zu unterstützen. Doch sollte, die Kirche soweit im Dorf bleiben’, indem man sagt, was man will; von mir aus auch das, was man nicht will. Aber man sollte bei der Wahrheit bleiben und auch dort, wo es zwei oder mehr Meinungen geben kann und darf, Mehrheiten anerkennt. Das ist in einer Demokratie nun mal so!
In diesem Licht sollte und muss jeder die Ziele der BI selbst beurteilen.“
SA vom 27.09.2022
15.11.2021